Wunder gibt es immer wieder – die Deutschen entdecken die Aktien

Wer hätte das gedacht. Aus Börsenmuffeln werden Aktienfans.

So kann man das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag des DSGV (Deutscher Sparkassen- und Giroverband) zusammenfassen. In der Befragung, die im Mai und Juni 2019 bei 5.806 Menschen in ganz Deutschland rund um das Thema Sparen und Vermögensaufbau durchgeführt wurde, werden Aktien als beliebteste Anlageform angegeben. Auf die Frage: „Welche Geldanlageformen halten Sie in der Niedrigzinsphase für geeignet?“, entschieden sich 42 Prozent für Aktien, Direktinvestitionen und Wertpapiere. Das ist immerhin ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erstmals verdrängen damit Aktien die ansonsten so beliebten Immobilien vom ersten Platz.

Beim Immobilienerwerb sind die sehr niedrigen Zinsen kein Anlass für ein weiter steigendes Interesse. Vielmehr lassen die aktuell hohen Kaufpreise die Anlegerinnen und Anleger vor einem Investment zurück schrecken. Weiterer Hinderungsgrund ist das fehlende Eigenkapital. Das gibt jeder/jeder zweite Befragte im Alter von 20 bis 50 Jahren, der sich gegen einen Immobilienkauf entschieden hat, als Grund an.

Überraschend erscheint das Ergebnis, dass für Anleger*innen inzwischen Sparbuch und Sparkonto deutlich an Attraktivität eingebüßt haben und die Beliebtheit um mehr als die Hälfte gesunken ist. (Quelle:  www.fondsprofessionell.de, 30.10.2019)

Es besteht also die berechtigte Hoffnung, dass sich immer mehr Anleger*innen von der langfristigen Überlegenheit einer Aktieninvestition überzeugen lassen. Nur so können drohende Rentenlücken dauerhaft geschlossen werden.